Burg Neuenstein (Hubacker) / Lautenbach

Burg Neuenstein (Hubacker) / Lautenbach

Am 08.02.2009 wanderten Frater Christian und ich zur Burgruine Neuenstein in Lautenbach (Nähe Oberkirch). Wir hatten uns nicht gerade das beste Wetter ausgesucht, es regnete ständing und die Sicht war durch den tiefhängenden Nebel auch nicht berauschend. Vor Ort beschlossen wir dann, dass wir ausnahmsweise auf die Kettenrüstung verzichten wollten um uns das spätere Entrosten zu ersparen.
Um 14:00 Uhr liefen wir also gewandet und gerüstet mit Schild und Schwert los und erreichten nach einem einigermassen anstrengenden Aufstieg gegen 16:00 Uhr die Reste der Burg Neuenstein. Da sich das Wetter nicht verbessert hatte hielten wir uns dort nicht lange auf und machten uns gleich wieder auf den Rückweg. Gegen 17:15 Uhr nahmen wird dann in der einbrechenden Dunkelheit am Rande eines Waldwegs unsere mitgebrachte Mahlzeit zu uns und freuten uns, dass die Wanderung trotz der widrigen Umstände sehr erbaulich war. Ich muss aber zugeben, dass ich sehr froh war, dass wir auf unser Kettenzeug verzichtet hatten. Die Wegstrecke war zwar nicht aussergewöhnlich lange, durch die Wegführung aber doch recht anstrengend. Gegen 18:00 Uhr beendeten wir unseren Marsch und kamen zufrieden wieder am Ausgangspunkt an.
Im Gegensatz zum ersten Treffen dieses Jahres auf der Schauenburg ist zu vermerken, dass meine wendegenähten Stiefel gegen den Regen und Matsch leider keinen großen Schutz boten. Ich hatte also während der gesamten Wanderung nasse und kalte Füsse, was der guten Laune dennoch aber keinen Abbruch tat.

Abstieg von der Burgruine

Ruine Schauenburg / Oberkirch

Die diesjährige „Living-History-Saison“ begann für mich am 10.01.2009 auf der Ruine Schauenburg in Oberkirch. Bei frostigen -6° C und Sonnenschein traf ich mich mit Frater Christian zu einer kurzen Wanderung und einer anschließenden gemeinsamen Mahlzeit auf der sehr schön gelegenen Burgruine mit Blick auf die Rheinebene. Für mich war es die erste Veranstaltung bei deutlichen Minusgraden und umso erstaunter war ich, dass die Gewandung mit geringen Modifikationen (eine Untertunika mehr, Lammfelleinlagen in den Stiefeln und, völlig unauthentisch, ein paar Skisocken) auch diesen Temperaturbereich abdeckt. Von welchen modernen Stoffen kann man schon behaupten, dass die von -6° C bis +30° C (im Schatten) angenehm zu tragen sind? Selbst die dünnen Schuhsohlen, die ich als Schwachpunkt angenommen hatte, reichten aus, um die Füsse zumindest während des Fussmarsches warmzuhalten. Dank der strahlenden Sonne war der Tag ein voller Erfolg und der richtige Einstieg in die neue Saison 2009!

Ruine Schauenburg / Oberkirch