Hochburgfest / Mittelaltermarkt Emmendingen

Am 05.09.2010 findet das Hochburgfest in Emmendingen statt und wir haben bei unserem Schwertkampftraining am 13. August eine Einladung der Komturei Freiburg in´s dortige Lager erhalten. Dieser Einladung wollen/ sollen wir möglichst zahlreich folgen und ich persönlich freue mich schon ausserordentlich auf diesen Termin. 

Die Komturei Ortenau plant also am Sonntag zu den offiziellen Marktzeiten vorbeizuschauen und ich hoffe, viele bekannte und einige neue Gesichter zu sehen 😉

Bärenburg / Lautenbach

Am Samstag, dem 14. März, war es wieder einmal soweit: eine neue Burgruine stand auf dem Plan. Bei trockenem und etwas wärmeren Wetter (ca. 12° C) traten Frater Christian und ich (dieses Mal in voller Rüstung) an, um zur Ruine der Bärenburg aufzubrechen. Obwohl von Anfang an klar war, dass der Marsch beschwerlich werden würde (der Weg lag bereits auf den ersten Metern unter einer 20 Zentimeter dicken Schneeschicht), ahnten wir noch nicht, dass es die bis dato härteste Patrouille werden sollte. Die ersten 100 Meter führten noch über freies Feld und wir hatten die leise Hoffnung, dass die Waldwege später etwas weniger hoch mit Schnee bedeckt wären. Leider wurden wir enttäuscht und es wurde nur noch schlimmer: durch Schneebruch und Wind waren in schönem Abstand Bäume umgeknickt und hatten sich quer über den Weg gelegt. Waren es am Anfang noch eher kleinere Kaliber die den Weg blockierten, wuchs das zu übersteigende Gewirr aus Ästen später mehr und mehr an.

Nicht der einzige Baum auf dem Weg

Mehr als einmal überlegten wir aufzugeben und umzudrehen! Der drohende Frust, ergebnislos nach Hause zu kommen, zwang uns aber weiter dem Ziel entgegen. Die Pausen wurden länger, die zurückgelegten Teilstücke kürzer, aber schließlich war die Burgruine dann doch erreicht! Leider sofort die nächste Enttäuschung: an eine Besteigung der Burg selbst war nicht zu denken: zu schmal der Weg, zu rutschig die Ledersohlen und das Risiko abzustürzen wäre ohne vernünftiges Geländer einfach zu groß gewesen.

An der Burg angekommen

Ziemlich still wurde gevespert, rasch einige Fotos für den Blog gemacht, schnell etwas Feuer für eine Zigarette geschlagen und nicht besonders glücklich über die Tatsache, dass wir den ganzen Weg auch wieder zurücklaufen mussten, brachen wir sehr bald wieder auf. War der leicht abschüssige Weg zur Burg schon beschwerlich, wurde der nun ansteigende Rückweg schlichtweg zur Qual.

Bis zum Knie sanken wir teilweise in den Schnee ein

Belastend kamen jetzt auch die kalten und völlig nassen Füsse hinzu. Ich muss zugeben: am liebsten hätte ich das Kettenzeug, Schild und Helm an einem umgestürzten Baum zurückgelassen. Aber es half ja alles Nichts! Völlig erschöpft kamen wir dann aber doch am Ausgangspunkt an und nach einer halben Stunde spürte ich sogar meine kalten Füsse wieder! Ich weiß jetzt jedenfalls, warum die Menschen sich im Winter auf die Burgen und Höfe zurückzogen und keinen Fuss vor die Tür setzten!

Burg Neuenstein (Hubacker) / Lautenbach

Burg Neuenstein (Hubacker) / Lautenbach

Am 08.02.2009 wanderten Frater Christian und ich zur Burgruine Neuenstein in Lautenbach (Nähe Oberkirch). Wir hatten uns nicht gerade das beste Wetter ausgesucht, es regnete ständing und die Sicht war durch den tiefhängenden Nebel auch nicht berauschend. Vor Ort beschlossen wir dann, dass wir ausnahmsweise auf die Kettenrüstung verzichten wollten um uns das spätere Entrosten zu ersparen.
Um 14:00 Uhr liefen wir also gewandet und gerüstet mit Schild und Schwert los und erreichten nach einem einigermassen anstrengenden Aufstieg gegen 16:00 Uhr die Reste der Burg Neuenstein. Da sich das Wetter nicht verbessert hatte hielten wir uns dort nicht lange auf und machten uns gleich wieder auf den Rückweg. Gegen 17:15 Uhr nahmen wird dann in der einbrechenden Dunkelheit am Rande eines Waldwegs unsere mitgebrachte Mahlzeit zu uns und freuten uns, dass die Wanderung trotz der widrigen Umstände sehr erbaulich war. Ich muss aber zugeben, dass ich sehr froh war, dass wir auf unser Kettenzeug verzichtet hatten. Die Wegstrecke war zwar nicht aussergewöhnlich lange, durch die Wegführung aber doch recht anstrengend. Gegen 18:00 Uhr beendeten wir unseren Marsch und kamen zufrieden wieder am Ausgangspunkt an.
Im Gegensatz zum ersten Treffen dieses Jahres auf der Schauenburg ist zu vermerken, dass meine wendegenähten Stiefel gegen den Regen und Matsch leider keinen großen Schutz boten. Ich hatte also während der gesamten Wanderung nasse und kalte Füsse, was der guten Laune dennoch aber keinen Abbruch tat.

Abstieg von der Burgruine