Winterwanderung der Komturei am 12. Dezember!

der Termin für die Winterwanderung steht jetzt fest: wir wollen uns am Sonntag, den 12. Dezember treffen und ich würde vorschlagen, dass wir die Anfahrt so planen, dass wir zwischen 10:00 Uhr und 10:15 Uhr marschbereit sind.
Eine Anfahrtskizze mit Erläuterungen werde ich Anfang Dezember noch auf komturei-ortenau.de hochladen und natürlich melde ich mich im Dezember nochmals per Newsletter mit den letzten Informationen.
Zum Ablauf: insgesamt werden wir an diesem Tag rund fünf Kilometer spazieren gehen. Der gut besuchte Wanderweg zwischen Schloss Staufenburg und der Kapellenruine St. Anton ist bequem zu laufen und, wenn man die Wegstrecke um ein paar hundert Meter verlängert, an keiner Stelle schwierig. Sofern wir trockenes Wetter haben wäre die Strecke also auch in voller Rüstung und bewaffnet machbar. Wer sich das also wirklich antun will: nur zu!
Am Rande: für die Verpflegung (Mittagessen) und Sitzgelegenheiten (z.B. Schaffelle/ Decken) sorgt bitte jeder selbst! 😉

Klosterruine Allerheiligen

Teilnehmer der Gewandwanderung an der Klosterruine Allerheiligen
Teilnehmer Gewandwanderung an der Klosterruine Allerheiligen am 24.01.2010

Das Wetter meinte es sehr gut mit uns, als wir uns zur „Gewandwanderung“ an der Klosterruine Allerheiligen eingefunden hatten. Der vom Wetterbericht angekündigte Regen/Schneefall blieb zum Glück aus und die Temperaturen um den Gefrierpunkt waren für den Spaziergang genau richtig – wenn auch erwartungsgemäß der Wasserfall nicht durchstiegen werden konnte. So blieb die Wanderung ein Spaziergang, was gerade für die gerüsteten Teilnehmer aber kein Nachteil war 😉

Wasserfälle Allerheiligen

Nach der kleinen Wanderung ließen wir uns im Eingangsbereich der Klosterruine zum Mittagessen nieder. Pläne wurden geschmiedet, Erfahrungen ausgetauscht und ich habe den Eindruck, dass die drei Komtureien Freiburg, Rastatt und Ortenau deutlich „aneinandergerückt“ sind.

Mittagessen im Eingangsbereich der Klosterruine Allerheiligen
Mittagessen im Eingangsbereich der Klosterruine Allerheiligen

Ein kleines Manko war, dass wir in der Ruine natürlich kein offenes Feuer entfachen konnten, die Füsse hätten sich über ein wenig Wärme sicherlich gefreut.

Ich für meinen Teil würde mich freuen, diese „Gewandwanderungen“ im Terminkalender der Komtureien zu etablieren und vielleicht auch mal in einem noch größeren Kreis durchzuführen. Gerade für Frater Christian und mich, die wohl auch dieses Jahr eher noch nicht zu mehrtägigen Veranstaltungen mit Lager Zeit finden werden, stellen solche Treffen eine willkommene Alternative zu manchem kommerziellen Mittelaltermarkt dar.

Allerheiligen

Ankündigung: Klosterruine Allerheiligen

Die Komturei Ortenau plant für Sonntag, 24. Januar 2010, einen Besuch der Klosterruine Allerheiligen (bei Oppenau).

Wir treffen uns in Gewandung um 11°° Uhr direkt an der Klosterruine. Der Parkplatz „P1“ ist ca. 5 Minuten Fussmarsch von der Ruine entfernt. Bei Schneefall sollte etwas mehr Zeit für die Anfahrt eingeplant werden, die Strassen von Achern und von Oppenau aus werden aber recht früh gestreut und geräumt.

Geplant ist ein gemeinsames Mittagsvesper (unter freiem Himmel) zum Kennenlernen und zum Gedankenaustausch und anschließend ein kurzer Spaziergang zu den Wasserfällen (höchstens 10 Minuten). Ob wir auch die Wasserfälle erwandern können (ziemlich anstrengend durch viele Treppen) ist stark abhängig von den Temperaturen, vor drei Wochen musste ich den Versuch aufgeben, da die Treppen mit einer mehreren Zentimeter dicken Eisschicht versehen waren.

Mittagessen und Essgeschirr ist bitte selbst mitzubringen, heißes Wasser können wir sicherlich aus der Wirtschaft an der Ruine erhalten (dort gibt es auch Toiletten). Ich empfehle dringend Schaffelle/ Decken zum Sitzen und den Temperaturen angepasste Kleidung. Neben der Ruine gibt es ein (unbeheiztes) Kellergewölbe, das als kleines Kloster-Museum genutzt wird. Dieses war vor drei Wochen ab 9°° Uhr zugänglich und kann notfalls als windgeschützer Raum zum Aufwärmen genutzt werden.

Aus Rücksichtnahme auf die Temperaturen sind entgegen unseren üblichen Wanderungen ausnahmsweise als von aussen sichtbare Erleichterung moderne (aber eher unauffällige) Wanderschuhe erlaubt. Was Ihr von aussen unsichtbar an moderner Kleidung unter der Gewandung tragt wird keiner fragen 😉

Ich bitte möglichst bald um eine kurze Rückmeldung, ob Du/Ihr am Treffen teilnehmen kannst/ könnt

P.S.: Liebe Ordensbrüder, je nach Witterung wird die Komturei folgende Ausrüstung führen: bei Regen oder Schneefall Gambeson und Polsterhaube, ansonsten volle Kettenrüstung und Bewaffnung

Rückblick Mittelaltermarkt Lahr

Am 16. Mai haben Frater Christian, unser Pilgerschützling Luca und ich (Frater Nicolas) wie angekündigt den Mittelaltermarkt in Lahr besucht. Zusammenfassend kann ich vorab schon verraten: ein kleiner aber feiner Markt! Natürlich ist es alleine vom Platzangebot her nicht möglich, große Lager und ein riesiges Marktsortiment anzubieten. Aber gerade diese etwas beengte Situation an der Dammenmühle ist, meiner Meinung nach, ein großes Plus für den Markt: man fühlt sich wirklich sehr, sehr wohl! Der große Hof der Dammenmühle mit seinen Marktständen vermittelte den Eindruck eines Burgfrieds, die beiden Lagerplätze (u.a. das Lager der Komturei Murgtal und ein Wikinger-Lager) wirkten authentisch und bei welchem Mittelaltermarkt kann man schon mit dem Boot auf einem wirklich idyllischen See herumrudern? Eine sehr gute und nachahmenswerte Idee war auch, den mit Rindenmulch „gepolsterten“ Kampfplatz mit Holzbänken auszustatten.

Abschließend noch vielen Dank an die Komturei Murgtal für die erneute Gastfreundschaft und die Möglichkeit ein wenig den Schwertkampf zu trainieren (auch wenn Frater Christian jetzt eine dicke Lippe und Schmerzen im Genick hat)!
Spezielle Grüße an Asgrim, Iris und Jessica („die Bührers“), die mit ihrer unglaublich herzlichen Art uns schon beim ersten Treffen den Eindruck vermittelten als wären wir seit ewigen Zeiten Freunde.
Und last but not least: unser Dank an den Veranstalter dafür, dass er das Experiment gewagt hat und diesen Markt in´s Leben gerufen hat! Bis zum nächsten Jahr? Jederzeit gerne!

Tempelritter - Frater Nicolas

Die Photos stammen erneut von www.diebuehrers.jimdo.com

Mittelaltermarkt in Mannheim

Am Samstag, 07. März war ich also, wie angekündigt, in Mannheim und habe den Mittelaltermarkt besucht. Leider war Frater Christian wegen familiären Terminen verhindert, so war die Komturei nur durch mich und meinen Pilgerschützling vertreten.
Die Besucher waren, wie üblich, bunt gemischt: einige wenige sehr gut gewandete Mittelalter-Darsteller (hauptsächlich aus der Wiki- und Slaven-Szene) und viele Fantasy-Gestalten mischten sich mit Gothics und Normalos. Es waren doch relativ viele Ordensritter vor Ort (mein besonderer Gruß natürlich an die Komturei Freiburg!), die meisten jedoch leider nicht gerüstet. Zumindest in der Zeit, in der ich vor Ort war, fiel mir nur ein Mitglied der Komturei Ebay auf. Der „Ritter“ war in einem Baumwollmäntelchen unterwegs und ich hatte den Eindruck, dass sein Helm verchromt war. Aber ich kann mich auch täuschen *ggg*
Ein besonderer Gruß an die Sanitäter vor Ort, die sich passenderweise als Johanniter gewandet hatten und die vermutlich auch sonst als Darsteller unterwegs sind.
In Mannheim fällt mir immer wieder auf, dass dort einige relativ hochwertige Stände vorhanden sind an denen durchaus brauchbare Gegenstände angeboten werden. Herausragend und erwähnenswert natürlich der Waffenhändler und der Drechsler. Leider war dieses Jahr kein Badehaus anwesend *ggg*
Alles in allem entsprach der Markt meinen Erwartungen und da das Wetter mitspielte hat sich der Besuch gelohnt.

Burg Neuenstein (Hubacker) / Lautenbach

Burg Neuenstein (Hubacker) / Lautenbach

Am 08.02.2009 wanderten Frater Christian und ich zur Burgruine Neuenstein in Lautenbach (Nähe Oberkirch). Wir hatten uns nicht gerade das beste Wetter ausgesucht, es regnete ständing und die Sicht war durch den tiefhängenden Nebel auch nicht berauschend. Vor Ort beschlossen wir dann, dass wir ausnahmsweise auf die Kettenrüstung verzichten wollten um uns das spätere Entrosten zu ersparen.
Um 14:00 Uhr liefen wir also gewandet und gerüstet mit Schild und Schwert los und erreichten nach einem einigermassen anstrengenden Aufstieg gegen 16:00 Uhr die Reste der Burg Neuenstein. Da sich das Wetter nicht verbessert hatte hielten wir uns dort nicht lange auf und machten uns gleich wieder auf den Rückweg. Gegen 17:15 Uhr nahmen wird dann in der einbrechenden Dunkelheit am Rande eines Waldwegs unsere mitgebrachte Mahlzeit zu uns und freuten uns, dass die Wanderung trotz der widrigen Umstände sehr erbaulich war. Ich muss aber zugeben, dass ich sehr froh war, dass wir auf unser Kettenzeug verzichtet hatten. Die Wegstrecke war zwar nicht aussergewöhnlich lange, durch die Wegführung aber doch recht anstrengend. Gegen 18:00 Uhr beendeten wir unseren Marsch und kamen zufrieden wieder am Ausgangspunkt an.
Im Gegensatz zum ersten Treffen dieses Jahres auf der Schauenburg ist zu vermerken, dass meine wendegenähten Stiefel gegen den Regen und Matsch leider keinen großen Schutz boten. Ich hatte also während der gesamten Wanderung nasse und kalte Füsse, was der guten Laune dennoch aber keinen Abbruch tat.

Abstieg von der Burgruine

Ruine Schauenburg / Oberkirch

Die diesjährige „Living-History-Saison“ begann für mich am 10.01.2009 auf der Ruine Schauenburg in Oberkirch. Bei frostigen -6° C und Sonnenschein traf ich mich mit Frater Christian zu einer kurzen Wanderung und einer anschließenden gemeinsamen Mahlzeit auf der sehr schön gelegenen Burgruine mit Blick auf die Rheinebene. Für mich war es die erste Veranstaltung bei deutlichen Minusgraden und umso erstaunter war ich, dass die Gewandung mit geringen Modifikationen (eine Untertunika mehr, Lammfelleinlagen in den Stiefeln und, völlig unauthentisch, ein paar Skisocken) auch diesen Temperaturbereich abdeckt. Von welchen modernen Stoffen kann man schon behaupten, dass die von -6° C bis +30° C (im Schatten) angenehm zu tragen sind? Selbst die dünnen Schuhsohlen, die ich als Schwachpunkt angenommen hatte, reichten aus, um die Füsse zumindest während des Fussmarsches warmzuhalten. Dank der strahlenden Sonne war der Tag ein voller Erfolg und der richtige Einstieg in die neue Saison 2009!

Ruine Schauenburg / Oberkirch